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Die Ursache für das Chaos bei der Berufsfeuerwehr heißt Britz

„Wir haben eine akute Krise bei der Berufsfeuerwehr. Es ist wohl ein deutschlandweit einmaliger Vorgang, dass eine Berufsfeuerwehr mit zwei Wachen aufgrund des Personalausfalls nicht mehr einsatzbereit ist“, stellt Gerd Hirschmann, Sprecher der CDU-Fraktion im für die Feuerwehr zuständigen Ausschuss des Stadtrates, fest und weiter „Genauso einmalig ist aber auch, dass die zuständige Dienstherrin, Oberbürgermeisterin Britz, trotz der dramatischen Situation abgetaucht und sogar für die Presse nicht zu erreichen ist. In dieser Situation Herrn Schindel vorzuschicken, zeigt, dass das Rathaus in dieser Lage führungslos ist.“

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Uwe Conradt sind der Vorgang und das herrschende Chaos symptomatisch für eine nicht mehr zeitgemäße Mitarbeiterführung. „Wie groß müssen Frust und Angst in der städtischen Belegschaft sein, bis es zu so einer Situation kommt? Seit Jahren schwelt ein Konflikt und es wird nicht verantwortungsvoll gehandelt, sondern Probleme werden ignoriert und Schuldige statt Lösungen gesucht. Es ist die Personalführung aus dem vorletzten Jahrhundert, die hier in eine Sackgasse geführt hat – dafür trägt letztlich allein die Oberbürgermeisterin die Verantwortung, denn ein Wiederaufflammen des Konfliktes, wie es jetzt passiert ist, hätte verhindert werden müssen, dies wäre die Amtspflicht gewesen.“

Das Verwaltungsgericht des Saarlandes hat die Landeshauptstadt Saarbrücken in seinem Urteil am Mittwoch dazu verpflichtet, den Leiter der Berufsfeuerwehr wieder in sein Amt einzusetzen. Daraufhin meldete sich fast die komplette Schicht der beiden Berufsfeuerwehrwachen krank, woraufhin die Berufsfeuerwehr nicht mehr einsatzbereit war. „In seinem Urteil ist das Gericht der Argumentation der Stadtverwaltung nicht einmal ansatzweise gefolgt. Die Versetzung von Herrn Schun in das Baudezernat war nach dem Gerichtsurteil eindeutig rechtswidrig. Dieses Urteil war auch nicht anders zu erwarten, nachdem Herr Schun von sämtlichen Anschuldigungen freigesprochen wurde und auch alle Gerichtsverfahren gegen die Stadt gewonnen hatte“, erläutert Gerd Hirschmann.

„Unser Dank gilt allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, die jetzt in die Bresche springen und ihre Freizeit für die Fehler der Verwaltungsspitze opfern müssen sowie den Feuerwehrbeamten, die noch ihrem Amtseid entsprechend pflichtbewusst ihren Dienst tun und nicht verdeckt streiken. Dieser Zustand kann und darf aber nicht von Dauer sein. Die Oberbürgermeisterin muss die Sicherheit der Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger jetzt endlich zur Chefsache machen und diese Krise unverzüglich beenden“, fordert Gerd Hirschmann abschließend.