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Nach dem Freispruch für ehemaligen BF-Chef: Was nun, Frau Britz?

„Der ehemalige Chef der Saarbrücker Berufsfeuerwehr, Josef Schun, ist auch nach einem Beschluss des Landgerichts Saarbrücken vom Vorwurf des Betruges und der Untreue freigesprochen worden. Damit kam es zu dem gleichen Schluss wie zuvor schon das Amtsgericht und war ebenfalls von der Unschuld Schuns überzeugt“, stellt Gerd Hirschmann, Sprecher der CDU-Fraktion im für die Feuerwehr zuständigen Ausschuss für Sport, öffentliche Einrichtungen und Gesundheit fest.

Die Freistellung als Chef der Berufsfeuerwehr wurde zunächst mit angeblichen Fehlern beim Einsatz in der Saaruferstraße begründet. Als Gutachten jedoch eine fehlerfreie Einsatzleitung bestätigten, packte die Stadtverwaltung noch ein strafrechtliches Fehlverhalten obendrauf und stellte ihn erneut frei. Auch damit scheiterte die Stadtverwaltung. „Für die CDU-Fraktion waren Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Freistellung von Hernn Schun von Anfang an angebracht“, so Gerd Hirschmann.

Daher stelle sich für die CDU-Fraktion die Frage, was die unnötige Prozesshanselei seitens der Stadt eigentlich insgesamt gekostet habe – inklusive Prozesskosten, Anwaltskosten sowie den Kosten für die Freistellung eines leitenden Beamten – und diese Situation nicht bereits schon vor der rechtswidrigen Freistellung mit einem Gespräch zu klären gewesen wäre.

„Die beiden Gerichte haben keinerlei Täuschungshandlung bei der Weitergabe des Feuerwehrfahrzeuges erkannt. Wieso behauptet die Oberbürgermeisterin dann jedoch, von Herrn Schun getäuscht worden zu sein, wodurch erst ein Betrugsverdacht entstand?“, fragt Gerd Hirschmann und weiter: „Wie geht die Oberbürgermeisterin mit Mitarbeitern um? Hat sie nicht eine Fürsorgepflicht auch für ihre leitenden Mitarbeiter?“

Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Uwe Conradt ist der Vorgang symptomatisch für eine nicht zeitgemäße Führung von Mitarbeitern: „Zunächst werden schwerwiegende atmosphärische Probleme – wie es sie bei der Berufsfeuerwehr gab – ignoriert. Die Konflikte schwelen weiter. Erst als die Konflikte an die Öffentlichkeit kommen, soll gehandelt werden. Der zuständige Dezernent löst keine Probleme. Die Oberbürgermeisterin taucht ab. Dann dreht sich der Wind, der leitende Mitarbeiter wird suspendiert, in der Öffentlichkeit vorgeführt und dies – wie wir heute wissen – zu Unrecht. Was ist das für Arbeitgeber? Wie demotivierend wirkt dies auch auf andere Mitarbeiter? Wie steht es um Fürsorgepflicht und Verantwortung?“

Die CDU-Fraktion werde das weitere Vorgehen der Oberbürgermeisterin in dieser Sache aufmerksam beobachten. „Wir sind gespannt, ob sie die Verantwortung für ihr Handeln übernimmt oder den ungeliebten Sicherheitsdezernenten Schindel vorschickt, damit er den Kopf für ihr Fehlverhalten hinhält. Außerdem wollen wir wissen, wie Herr Schun rehabilitiert wird“, so Gerd Hirschmann abschließend.